zweitausendzwanzig

der lebensmittelpunkt
Der Gabenzaun in der Braunschweiger Innenstadt ist umgezogen: vom Karstadt-Rondell zwei Gehminuten zu Fuß an die Westfassade des Theologischen Zentrums in der Schützenstraße!
Nachdem der etablierte und erfolgreiche Gabenzaun am Rondell geräumt werden musste, war schnell klar, dass schnellstmöglich ein alternativer Ort gefunden werden muss. Innerhalb von 24 Stunden entstand das erste Konzept für den neuen Gabenzaun mit dem neuen Namen „Lebensmittelpunkt“ als Kooperationsprojekt vom schrill e.V. und dem Theologischen Zentrum Braunschweig, mit Unterstützung der Stadt Braunschweig und Alba.
Um ein langlebiges Ergebnis zu erzielen hat die Planung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen: hochwertiges Holz, ansprechende Gestaltung und zusätzliche Funktionen wurden integriert. Vergangenen Freitag ist der erste Abschnitt des neuen Spendenregals “Lebensmittelpunkt” entstanden. Ab sofort können, wie zuvor am Gabenzaun, Lebensmittel, Hygieneartikel, Tiernahrung und Bekleidung vorbeigebracht und von Bedürftigen abgeholt werden.
Denn auch wenn für einige von uns ein Großteil der Normalität zurückgekehrt ist: Existenzielle Not ist und bleibt eine Herausforderung. Neben der steigenden Zahl an Wohnungslosen gibt es viele, die ihre Arbeit eingeschränkt oder gar nicht verrichten können, denen nun Einnahmen für die Grundversorgung fehlen. Und dies ist natürlich nicht nur auf die Zeit und die Folgen der Pandemie bezogen, es braucht generell Wege mit Menschen in Notlagen umzugehen, sowohl für die Bedürftigen als auch die Unterstützenden. Eine wichtige Rolle sollte hier natürlich der Staat spielen, denn Spenden oder Hilfe annehmen ist mit einem Stigma verbunden, welches bei vielen Menschen Scham auslöst. Der Lebensmittelpunkt soll daher kein Ort der reinen Wohltätigkeit sein, weswegen das schrill sich bei der Namensgebung auch nicht des Begriffs „Gabenzaun“ bedient. Vielmehr soll es ein Ort der Solidarität und des Hinsehens werden, an dem sowohl Spender*innen als auch Abholer*innen Bedürfnisse, Anliegen sowie Kritik äußern können.
Der Stadtraum an sich ist ein niedrigschwelliger Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Wie bei all unseren Projekten ist es dem schrill wichtig, Bürger*innen zu aktivieren sich im Stadtraum einzubringen um eine integrative Stadtgestaltung zu fördern, frei nach dem Motto: STADT FÜR ALLE!
Was fehlt, sind im Moment noch engagierte Helfer*innen, die Lust haben, sich gemeinsam mit schrillos und anderen Bürger*innen um die Betreuung und des Lebensmittelpunkts zu kümmern. Interessierte können sich unter [email protected] melden.
cozy
COZY soll – anders als im schrill sonst üblich – eine im Stil und Einrichtung gleichbleibende Veranstaltung sein.
Angedacht ist, dass COZY jeden Freitag ab 17/18 Uhr stattfindet und bis open end läuft, schätzungsweise bis 00 Uhr.
Besonderheiten sind: Es soll, wie der Name verrät, gemütlich zugehen, eher einer Bar oder Lounge gleich. Die Gäste können es sich auf dem im Raum verteilten selfmade-Mobiliar bequem machen. Für entspannte musikalische Beschallung wird, das kennen wir von der Bunten Tüte, jede mal jmd neues eingeladen.
Bevor wir mit COZY starten, muss viel organisiert werden: Einrichtung wie Lampen, Pflanzen und Kleinkram müssen besorgt werden. Außerdem wollen wir Möbel wie Sitzgelegenheiten und Tische bauen, damit wir stressfrei jeden Freitag einen schönen Abend zusammen verbringen können.
Ideen wie Plattentausch oder Ambient-Matratzen-Ecke stehen schon im Raum und können, wenn das Konzept läuft, einfach mal ausgetestet werden.

bunte tüte
Bunte Tüte ist DIE Initiative für gemeinsames Musik-Hören und Naschen.
Alle drei Wochen stellt ein anderer Musikliebhaber eine wohltuende Mischung aus Lieblingssongs zusammen, um sie dann im Schrill zu präsentieren.
Der Auswahl sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob laut oder leise, schnell oder langsam, tanzbar oder nicht, wird vom jeweiligen Gast selbst entschieden. Dazu gibt es Süßigkeiten, wie früher am Büdchen.
mit_wissend
Bei dem Format „mit_wissend“ wird das Konzept der Science Cafés aus den USA umgesetzt. Erkenntnisse der Wissenschaft und Forschung sollen dabei einfach verständlich außerhalb der Universität präsentiert und diskutiert werden. Dazu gibt es einen ExpertInnen, welcheR einen kurzen Input-Vortrag hält. Anschließend gibt es zwei Diskussionsrunden, zunächst in kleineren Gruppen, dann mit dem gesamten Publikum, um möglichst alles zu Wort kommen zu lassen.
Das Science Café soll dazu dienen, kontroverse oder interessante, aber komplizierte Themen für ein gemischtes Publikum leicht zugänglich darzustellen. Dabei soll vornehmlich keine Meinungsbildung propagiert werden. Vielmehr sollen ExpertinnenInnen objektive Fakten bereitstellen und zusammen mit dem Publikum versuchen, einen gemeinsamen Konsens zu finden. Postfaktische, gefühlte Wahrheiten sollen damit aus dem Weg geräumt werden.

kontinentale
Am 26 Mai sind Europawahlen. Die Neuwahl des Parlaments wird ausschlaggebend für den zukünftigen Kurs eines ganzen Kontinents sein. Der zunehmende Skeptizismus, genährt durch die Renationinalisierung der Mitgliedsstaaten, gegen über der Idee Europas als Verbund von Kulturen und Interessen ist in nahezu allen Mitgliedsstaaten ablesbar, die AfD in Deutschland, die PiS in Polen, die M5 zusammen mit der Lega in Italien…
Im November nahm das Schrill bereits an einer übergreifenden Aktion im Rahmen des Europeean Balcony Projects teil. Die Verkündung einer Europäischen Republik als Manifest, welches Ansprüche und Ideale einer staatenübergreifenden Gemeinschaft formulierte.
Mitte April wollen wir nun eine weitere Ausstellung zum Thema Europa organisieren. Auf der Suche nach der eigenen Position zu Europa, wollen wir informieren und anregen.
right now!
Abschlussveranstaltung der Reihe … vom Hohen Tor zum Schloss der Madamein Kooperation mit dem Braunschweigische Landschaft e.V.
Come together, right now – Madame kehrt schrill zurück
Freitag, 7. Juni 2019, 16:00 – 17:00 Uhr
Treffpunkt Alte Waage 15,
Rundgang zwischen Alter Waage und Gloriakino, kleine Geschichtsexkursion und Stadtentwicklung entlang der Trümmerbahn.
Freitag, 7. Juni 2019, ab 17:00 Uhr
Schrill (ehem. Gloriakino), , Wendenstr. 60
Rückblick und Feedback auf die Veranstaltungsreihe und . Lesung, Kurzvorträge, Musik, Ausstellung, Austausch und Gespräche.
Die Initiative Schrill stellt sich vor.
Das Gloriakino steht für Geschichte, Niedergang und Aufbruch. Es gab glanzvolle Zeiten mit Glamourfaktor, dann der Untergang der historischen Stadt, bis die Trümmerbahn die Scherben des Alten abtransportiert hatte und ein Neuanfang und die Zukunft gestaltet werden mussten.

hansArt
Dem Besitzer vom Schrill gehört ebenfalls der ehemalige Hansa Kultur Club in der Wendenstraße 61, neben dem schrill. Im Gespräch hat er sich bereiterklärt, die trostlosen Schaufenster des Leerstands als kleinen Ausstellungsraum zur Verfügung zu stellen. Daher suchen wir Interessierte, die Lust haben etwas in den Schaufenstern (und eventuell nach Absprache im Türbereich) auszustellen. Es gibt keine Vorgaben, einzige Begrenzung ist die Größe der Schaufester.
Falls ihr also Bock habt, eintragen, wir melden uns bei euch! (ein Monat -> einE KünstlerIn)